08/10/2019

Veröffentlichung „Die Macht des Ökosystems“ im Fachbuch Utility 4.0

Wie wichtig sind Ökosysteme für Energieversorger? Dieser Frage gehen unser CEO Michel Nicolai und CTO Szilard Toth im Fachbuch „Realisierung Utility 4.0“ von Oliver D. Doleski nach. Ihr Kapitel „Die Macht des Ökosystems – und wie auch Energieversorger sie für sich nutzen können“ erscheint in Kapitel 3, Band 2 „Praxis der digitalen Energiewirtschaft vom Vertrieb bis zu innovativen Energy Services“.

In einer stärker digitalisierten Welt wird der Erfolg von Energieversorgern auf einem zentralen Fundament beruhen: Customer Centricity. Die Zeiten der Vorliberalisierung haben die Energiebranche jedoch gelähmt – der Kunde wurde lange Zeit nur als „Abnehmer“ angesehen, von Customer Centricity fehlte jede Spur. Mittlerweile gibt es zwar bereits zahlreiche Ansätze, um dem Kunden mit neuen Energiedienstleistungen mehr als nur Strom- und Gas zu liefern, jedoch ist das Problem vielmehr struktureller Natur. Versorger denken noch stark in Silos, Bereiche oder Anforderungen sind in den seltensten Fällen integriert oder miteinander verknüpft. Die bestehenden IT-Lösungen sind weder zukunftsorientiert noch bereichsübergreifend ausgerichtet und somit nur begrenzt für eine end-to-end basierte Kundenansprache und Journey nutzbar.

Da sich die Kundenbedürfnisse mit zunehmender Dynamik ändern, hat ein Energieversorger allein nur geringe Chancen, sämtliche neue Produkte oder Dienstleistungen, die seine Kunden abfragen, anzubieten. Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, die Macht des Ökosystems zu nutzen. Wenn sich alle Marktteilnehmer innerhalb des Ökosystems der Energiewirtschaft miteinander vernetzen, entsteht ein Know-How Transfer entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Daraus wächst eine enorme Innovationskraft, die wiederum höhere Mehrwerte für den Kunden schafft. Die Digitalisierung ermöglicht diese Vernetzung und den Know-How Transfer auf einer zentralen Plattform. Der Plattformansatz lässt alle Teilnehmer an stetigen Weiterentwicklungen und Verbesserungen teilhaben, was neben Agilität auch eine höhere Kosteneffizienz zur Folge hat. In der IT-Landschaft der Zukunft sind darüber hinaus auch Schnittstellen zu anderen Lösungen elementar, damit Daten flexibel in Echtzeit dort zur Verfügung stehen, wo sie benötigt werden. Das vernetzte Ökosystem umfasst also nicht nur die verschiedenen Marktteilnehmer, sondern die gesamte Systemlandschaft. Nur so können sämtliche Mehrwerte, für Endkunden genauso wie für Energieversorger, voll zum Tragen kommen.

Fazit: Die Macht des Ökosystems ermöglicht den Wandel vom klassischen Energieversorger, der den Abnehmer bedient, zum modernen, kundenorientierten Energiedienstleister, der sich dynamisch an Kundenbedürfnisse und Marktentwicklungen anpassen kann. Die Digitalisierung ebnet mit dem Plattformansatz den Weg, um innerhalb von kürzester Zeit Teil dieses Ökosystems zu werden und davon zu profitieren. Innerhalb von 2 Jahren ist das e·pilot Ökosystem auf mehr als 50 Energieversorger angewachsen. Als Vorreiter des Plattformansatzes demonstriert e·pilot mit den bisherigen Erfolgen, dass die neue Ökosystemwelt in der Praxis für Energieversorger funktioniert und rasant an Bedeutung gewinnt.

Das Kapitel erscheint im Oktober 2019 im Fachbuch „Realisierung Utility 4.0 Band 2: Praxis der digitalen Energiewirtschaft vom Vertrieb bis zu innovativen Energy Services“ von Oliver D. Doleski.